Uhrzeit

7.30 - 9.00

9.00 - 10.30

 

Freitag

Samstag

Frühstück

Ernährung und Klima
Prof. Dr. Andreas Gattinger
& Dr. Wiebke Niether

Sonntag

Frühstück

Nachhaltige Lebensstile & digitaler Wandel
Dr. Vivian Frick

10.45 - 12.15

Klimawandel, Wasser und Landwirtschaft
Prof. Dr. Lutz Breuer

Zukunftsfähige Ökonomie
Dr. Stefanie Gerold

12.15 - 13.00

13.00 - 14.30

Mittagessen

Bildung für nachhaltige Entwicklung 
Fabian und My

Mittagessen

Abschluss und Ausblick

Anreise

15.00 - 16.30

16.45 - 18.15

18.15 - 20.00

20.00 - 22.00

Begrüßung, Organisatorisches und Kennenlernen

Power to the People
Fabian und My 

Abendessen

Kennenlernen

Der steinige Weg zur erneuerbaren Energie
Prof. Dr. Michael Düren

Verkehrswende -
Schiene für alle(s)

Prof. Dr. Michael Düren

Abendessen

World Café

Abreise

 
 

Klimawandel, Wasser und Landwirtschaft

Prof. Dr. Lutz Breuer

Wasser – davon haben wir mehr als genug! 

So dachten viele, bis sich seit 2018 eine Dürre in Mitteleuropa mit ungeahntem Ausmaß entwickelte und den Garten in einen Sisalteppich verwandelte. Wie kommt es zu solchen Wetterextremen, welche Auswirkungen haben sie? Im Fokus des Workshops liegt die Landwirtschaft, weltweit der Sektor mit dem größten Wasserverbrauch. Wie können zukünftig Lebensmittel unter geänderten klimatischen Rahmenbedingungen sicher angebaut werden? Neben technischen Lösungen, neuen Feldfrüchten und geänderten Anbauverfahren werfen wir einen Blick auf unseren Konsum und gehen der Frage nach: 

rettet uns die Wasserspartaste am Toilettenspülkasten?

Der steinige Weg zur erneuerbaren Energie

Prof. Dr. Michael Düren

Für jeden von uns ist das selbstverständlich.

Doch auch was selbstverständlich zu sein scheint, muss irgendwo herkommen. Noch immer stammt mehr als die Hälfte des deutschen Strommix aus konventionellen Energieträgern, wie Kohle, Gas und Kernenergie. Damit sind die Klimaziele von Paris nicht zu erreichen. Wie kann es sein, dass in anderen Regionen der Welt bereits heute - neben Wasserkraft - die Solar- und Windkraftanlagen die günstigste Form der Energieerzeugung sind und damit sowohl fossile als auch nukleare Formen der Stromerzeugung schlagen? Was kann Deutschland besser machen? Und wie lässt sich eine globale Aufgabe wie die Energiewende auf nationaler Ebene überhaupt lösen? Diese und viele weitere Fragen, klären wir in diesem Beitrag. 

Verkehrswende - Schiene für alle(s)

Prof. Dr. Michael Düren

Das Auto – Lieblingsspielzeug der Deutschen.

Doch hat das Auto überhaupt eine Zukunft? „Ja, klar“ - sagen die einen und verweisen auf Elektroautos und Hybridfahrzeuge. Doch kann ein erhöhter Strombedarf durch elektrischen Individualverkehr in der Zukunft überhaupt gedeckt werden, wenn es heute schon nicht gelingt, genug grünen Strom zur Verfügung zu stellen? Und ist es überhaupt möglich, die unzähligen, tonnenschweren LKWs über lange Strecken emissionsfrei zu bewegen? Was wäre, wenn wir den Verkehr komplett auf die Schiene verlagerten? Wie so ein Konzept aussieht, wie es sich umsetzen lässt und welches Einsparpotential es mit sich bringt, das erfährst Du in diesem Beitrag! 

Nachhaltige Lebensstile & digitaler Wandel

Dr. Vivian Frick

Der Lebensstil im Globalen Norden überschreitet die planetaren Grenzen: In deutschen Haushalten werden heute rund 10.000 Dinge gehortet und jede*r verursacht im Schnitt 580 kg Müll jährlich. Smartphones werden 2-3 Jahre genutzt, obwohl sie deutlich länger haltbar wären und der Konsum von Bio-Produkten krebst weiterhin bei weniger als 7 Prozent Marktanteil herum. Nachhaltig ist das nicht. Doch warum haben wir unser Verhalten trotz guter Absichten noch immer nicht geändert und wie kann unser Lebensstil nachhaltiger werden? Gleichzeitig schreitet der digitale Wandel voran, wir können online jederzeit und überall einkaufen, personalisiertes Online-Marketing weckt gezielt Kaufbedürfnisse und gleichzeitig bieten grüne Apps und nachhaltige Anbieter auch Chancen, Konsum digital zu begrünen. Treibt uns die Digitalisierung weiter auf dem Pfad der Steigerungslogik oder ermöglicht sie uns neue Wege des nachhaltigen Konsumierens? Ein Einblick in die Umweltpsychologie und aktuelle Nachhaltigkeitsforschung soll diese Fragen adressieren.

Zukunftsfähige Ökonomie

Dr. Stefanie Gerold

Was genau wächst eigentlich, wenn die Wirtschaft wächst? Wieso brauchen wir überhaupt Wirtschaftswachstum und welche Auswirkungen hat das auf die Umwelt? In dieser Einheit gehen wir der Frage nach, ob grünes Wachstum möglich ist und wie eine Alternative in Form einer Postwachstumsökonomie aussehen könnte. Anhand von konkreten Beispielen behandeln wir zudem drei Strategien und Wege zu einer nachhaltigen Wirtschaft – Effizienz, Konsistenz und Suffizienz.

Power to the People - Aktiv werden bei Fridays for Future

Fabian und My

Fridays for Future ist eine weltweite Klimagerechtigkeitsbewegung, die sich für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen einsetzt. Was genau bedeutet Klimagerechtigkeit? Wie ist FFF organisiert? Und wie kann ich mich auf Bundesebene oder lokal einbringen? All das erfahrt ihr hier!

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Fabian und My

Wie lernen wir, die Welt zu verändern? In der Schule, Uni oder im Betrieb? Momentan leider nicht wirklich. Fridays for Future hat vielen jungen Menschen die Möglichkeit geboten, zu lernen, wie man Gesellschaft mitgestalten kann. Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) soll alle Menschen befähigen, sich in der Gesellschaft einzubringen und aktiv zu werden. Wie schaffen wir mit BNE die große Transformation? 

Wir sind überzeugt: Wandel fängt mit Bildung an!

Ernährung und Klima - auf dem Weg zu einem planetaren Bio-Speiseplan für Alle

Prof. Dr. Andreas Gattinger & Dr. Wiebke Niether

Im ersten Teil des Beitrags wird die Notwendigkeit einer umfassenden Agrar- und Ernährungswende hin zu einem Ernährungssystem erläutert, das sich innerhalb der planetaren Belastungsgrenzen und verfügbaren Ressourcen für zukünftige Generationen bewegt und sich in einem planetaren Bio-Speiseplan für Alle widerspiegelt. Dabei werden besonders die vielfältigen Klimawirkungen der Landwirtschaft und des Lebensmittelkonsums betrachtet. Der zweite Teil des Beitrags zeigt Visionen zukünftiger ökologische Agrar- und Ernährungssysteme auf, die nachhaltig und sozial gerecht sind und die Welt im Jahr 2050 mit erheblich reduzierten Treibhausgasemissionen ernähren können.

 
 
 
 
 
 
 

Referent*innen

s_gerold.jpg

Dr. Stefanie Gerold

Dr. Stefanie Gerold forscht und lehrt am Lehrstuhl für Technik- und Umweltsoziologie der BTU Cottbus – Senftenberg. Sie studierte Volkswirtschaftslehre und Socio-Ecological Economics and Policy an der Wirtschaftsuniversität Wien. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Plattformarbeit, nachhaltiger Arbeit und sozial-ökologischer Transformation, Zeitwohlstand und Zeitnutzung, sowie Arbeitskritik.

a_gattinger.jpg

Prof. Dr. Andreas Gattinger

Der Agrarwissenschaftler und Bodenökologe hat seit 2017 die Professur für Ökologischen Landbau mit dem Schwerpunkt nachhaltige Bodennutzung an der Justus-Liebig-Universität Gießen inne und ist seit dieser Zeit der wissenschaftliche Leiter des Lehr- und Versuchsbetriebs Gladbacherhof. Zuvor wirkte er am Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), als Projektmanager bei Geohumus International in Frankfurt/Main sowie als Postdoc und wissenschaftlicher Angestellter am Helmholtzzentrum München. Der gelernte Chemielaborant hat in Kassel und Aberdeen Agrarwissenschaften studiert und an der Technischen Universität München promoviert. A. Gattinger verfügt über international ausgewiesene Expertise im Bereich ökologische Boden-Pflanzen-Tier-Systeme mit den Schwerpunkten Produktivität, Ressourceneffizienz, Nährstoffmanagement und Klimawirkungen. Er ist der wissenschaftliche Sprecher des LOEWE-Schwerpunkts Integrierte Tier-Pflanze-Agrarökosysteme (GreenDairy). Zudem fungiert er als wissenschaftlicher Beirat am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und ist Mitglied in den Arbeitsgemeinschaften Emissionen & Klimaschutz und Ökologischer Landbau beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL).

v_frick.png

Dr. Vivian Frick

Dr. Vivian Frick ist Sozial- und Umweltpsychologin am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung in Berlin. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Rolle von Individuen in der sozial-ökologischen Transformation, Umweltbewusstsein, nachhaltigem Konsum und Suffizienz, sowie dem digitalen Wandel. Daneben engagiert sie sich unter anderem in der Initiative Psychologie im Umweltschutz und der Bits und Bäume Bewegung.

w_niether.jpg

Dr. Wiebke Niether

Wiebke Niether ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Ökolandbau an der Justus-Liebig Universität-Gießen. Nach ihrem Studium der Biologie in Greifswald studierte sie ökologische und tropische Agrarwissenschaften in Witzenhausen (Universität Kassel) und promovierte anschließend in der Abteilung Landschaftsökologie der Universität Göttingen zu Umweltinteraktionen in tropischen Agroforstsystemen. Derzeit arbeitet sie in mehreren Projekten zu Umweltwirkungen von landwirtschaftlichen Maßnahmen im Ökolandbau und alternativen Landnutzungssystemen und hält Vorlesungen im Bereich nachhaltiger Ernährungssysteme

f_schaefer_edited.jpg

Fabian Schäfer

Fabian hat den Master of Science in Economic Policy Consulting an der Ruhr-Universität Bochum erworben und ist dort aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für ökonomische Bildung. Seit 3 Jahren ist er aktiv bei Fridays und Students for Future und darüber hinaus ist er Teil des Organisationsteams der Public Climate School sowie Schatzmeister beim Klimabildung e.V.

i_bui.png

Inga Thao My Bui

Inga Thao My Bui studiert Bildung - Nachhaltigkeit - Transformation (M.A.) an der Hochschule für Nachhaltigen Entwicklung Eberswalde und ist Klimaaktivistin. Sie engagiert sich bei Students for Future, Klimabildung e.V., netzwerk n e.V., youpaN und anderen Organisationen, die sich für Bildung für nachhaltige Entwicklung einsetzen. 

LB2 (1).jpeg

Prof. Dr. Lutz Breuer

Nach dem Studium der Physischen Geographie in Trier und der Promotion zum Thema Spurgengasemissionen aus tropischen Regenwäldern Australiens an der Universität Freiburg arbeitet Prof. Dr. Lutz Breuer seit 2001 an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) im Bereich Hydrologie. Er befasst sich vor allem mit dem Einfluss des Klimas und der Landnutzung auf die Wasserverfügbarkeit und -qualität. Neben experimentellen Arbeiten „vor der Haustür“ führt seine Arbeitsgruppe Forschungsprojekte in den Tropen Ostafrikas und Lateinamerika durch. Prof. Breuer ist Mitglied im Vorstand des Zentrums für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) der JLU. Als einer der Initiatoren gründete er 2019 die Science for Future Gruppe in Gießen.